Einstimmig haben die Jungfreisinnigen Thurgau die Vorlage AHV21 und Erhöhung der Mehrwertsteuer angenommen. Für uns ist diese dringende Reform ein Meilenstein nach 25 Jahren Reformblockade. «Mit der Angleichung der Rentenalter wird ein in der Vergangenheit geschaffener Missstand in der AHV behoben und mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0.4 % wird eine generationsübergreifende Sanierung der AHV erzielt.», hält der Präsident Enrique Castelar (Aadorf) an der Versammlung fest.

Die Massentierhaltungsinitiative stiess auf kein Gehör. Einstimmig stellen sich die Mitglieder der liberalsten Partei im Thurgau gegen die vorliegende Initiative. Für Joel Beck (Weinfelden) ist klar: «Anstelle auf ineffektive und nicht umsetzbare Verbote zu setzen, sollten wir Technologien wie das Kultivieren von tierischem Lebensmittel mit Zellen vorantreiben.» Nur so kann den Konsumenten eine kostengünstige und ökologisch sinnvolle Alternative zu den teuren Markenprodukten angeboten werden, ohne das Tierwohl zu gefährden oder die Umwelt zusätzlich zu belasten.

Zuletzt, aber für unsere Wirtschaft nicht weniger wichtig, wurde die Reform der Verrechnungssteuer diskutiert. Mit der Abschaffung der Verrechnungsteuer auf Obligationen können öffentliche und private Institutionen leichter Fremdkapital in der Schweiz aufnehmen. Dies ist indessen für Schulen, Gesundheitseinrichtungen und KMU von hoher Bedeutung. Heute werden solche Kapitale hauptsächlich über Drittmärkte oder mit erhöhten Zinskonditionen aufgenommen.  «Dieser bürokratische Unsinn geschieht zulasten unserer Schweizer Wirtschaft und Steuerzahler, welche diese hohen Zinskonditionen tragen müssen», führt Rick Näf (Sulgen) an der Mitgliederversammlung aus. Wir beschlossen einstimmig, die Vorlage zu unterstützen.

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der Vorstand (von Enrique Castelar)